2010
4.04

Schulter – Endoprothese

Arthrose  im Schultergelenk

Schulterprothese

Funktion

Das Schultergelenk wird in seinem  knöchernen  Anteil vom  Schulterblatt, dem Schlüsselbein und dem Oberarmkopf gebildet. Eine Besonderheit des Gelenkes liegt darin, dass es durch viele Bänder und Muskeln stabilisiert wird. Dadurch wird ein  sehr großes Bewegungsausmaß der Arme ermöglicht.

Behandlung

Knorpelverlust und Verformungen des Knochens führen zum  Verschleiß des Schultergelenkes. Die Erkrankung ist im fortgeschrittenen Stadium sehr schmerzhaft und die Beweglichkeit der Schulter verringert sich deutlich. Durch das Einsetzen eines Kunstgelenkes = Endoprothese können die Beschwerden beseitigt werden. Es stehen verschiedene Arten von Kunstgelenken zur Verfügung.

Operation

Während der Operation werden die durch Verschleiß geschädigten Gelenkanteile entfernt und durch Kunstgelenke ersetzt. Diese bestehen aus Metall – Legierungen, Keramik und Kunststoffen.

Teilprothese, sog. Kappe

Die Kunstgelenke können mit Knochenzement aber auch zementfrei eingesetzt werden. Die Entscheidung ist abhängig von der Knochenfestigkeit.
Auch komplizierte Oberarmkopfbrüche lassen sich mit einem Kunstgelenk behandeln.
Es steht auch eine Spezialprothese zur Verfügung, die bei ausgeprägten Schäden des        Sehnenmantels ( Fachbegriff: Rotatorenmanschette) eingesetzt wird. Damit lässt sich die Beweglichkeit des Armes wieder verbessern.

Schulterprothese, Inverse Prothese

Nachbehandlung

Unmittelbar nach der Operation wird ein Spezialverband angelegt, der dennoch eine gute Körperpflege erlaubt. Der Krankenhaus – aufenthalt dauert ca.10 – 14 Tage. Die Nachbehandlung umfasst Krankengymnastik und Muskeltraining nach einem festgelegten Übungsprotokoll. Insgesamt dauert die Nachsorge ca. 3 – 6 Monate. Auch eine stationäre Nachbehandlung (Reha) kann eingeleitet werden.   Die Aufnahme der beruflichen Tätigkeit ist abhängig von den körperlichen Anforderungen. Ebenso werden Sie für Ihre sportlichen Aktivitäten durch uns beraten.