2009
24.08

Kalkschulter

Krankheitsbild

Es handelt sich bei dieser Erkrankung um eine Kalkeinlagerung von unterschiedlicher Härte in die Sehnen der Rotatorenmanschette. Dieser Kalk ist also im Gelenk nicht frei beweglich. Frauen zwischen   40 und 50 Jahren sind am häufigsten betroffen. Die Beschwerden können phasenweise von leichtem Schmerz bis zu stärksten akuten Schmerzen reichen. Die Ursachen sind ebenso verschieden, meist sind chronische Sehnenreize oder eine Schulterenge verantwortlich.

Therapieziel

Zunächst muß eine Schmerzfreiheit erreicht werden. Das sollte mit Medikamenten und physikalischen Methoden versucht werden. Ein weiteres Verfahren ist die Stoßwellentherapie (siehe unten), die jedoch nicht bei jeder Form geeignet erscheint. Eine sichere Methode ist die operative Entfernung durch Arthroskopie.

Operationstechnik

Die Operation läßt sich mit dem Arthroskop durchführen. Nach dem sicheren Aufsuchen des Kalkdepots wird die Sehne vorsichtig im Faserverlauf z.B. mit einer Nadel oder einem feinen Messer eröffnet. Der Kalk entleert sich dann oft schon spontan. Mit einem scharfen Löffel oder einer kleinen Motorfräse wird der sichtbare Kalk entfernt. Die Sehne muß nicht genäht werden.

Wenn zusätzliche Erkrankungen wie Knochensporne oder ein Engpaß – Syndrom vorliegen, wird die Operation entsprechend erweitert.

Nachbehandlung

Eine Ruhigstellung des Armes ist in der Regel nicht erforderlich. Bereits am ersten Tag nach der Operation werden unter Anleitung des Therapeuten Bewegungen im schmerzfreien Bereich durchgeführt. Die Nachbehandlung dauert ca. 3 – 4 Wochen. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt bei körperlich schwerer Arbeit ca. 6 Wochen. Ab Eintritt der Arbeitsfähigkeit sind auch fast alle Freizeitaktivitäten möglich, spezielle Schulter belastende Sportarten sind nach individueller Beratung möglich.