2009
13.10

Allergie und Endoprothese

Allergie und Endoprothese

Allergien sind in unserer Zeit sehr häufig geworden. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich und werden derzeit noch wissenschaftlich untersucht.
Neben den allergischen Reaktionenauf Gräser, Pollen, Tierhaare und Inhalten von Lebensmitteln spielen in der Medizin Allergien auf Medikamente und Materialien, die in den Körper eingesetzt werden, eine zunehmende Rolle.
Für den Gelenkersatz durch Kunstgelenke ( Endoprothesen ) sind hier der Knochenzement und das Metall der Prothesen relevant.

Woraus bestehen Endoprothesen?

Prothesen sind einer starken mechanischen Beanspruchung ausgesetzt. Deshalb müssen die Materialien in ihrer Zusammensetzung den Belastungen angepasst sein.
Gemische aus verschiedenen Metallen, sog. Legierungen, schaffen diese Spezialeigenschaften.
Häufig bestehen die Prothesen deshalb aus einer Verbindung von Chrom, Kobald und Nickel.

Spezialprothese am Knie bei Allergie

Die einzelnen Metalle sind in einem festen Verbund und die Frage, wie Kleinstbestandteile ( Ionen ) herausgelöst werden und im Blut allergische Reaktionen verursachen,
ist noch nicht geklärt.
Laut Literatur leiden ca. 10 – 15% an einer Metallallergie. Es ist aber nicht sicher belegt, ob beim Hauttest nachgewiesene Allergien tatsächlich Reaktionen auf die Prothese nach sich ziehen.
Zeichen allergischer Reaktionen auf Implantate können Schwellungen, Ergüsse, Ekzeme, Wundheilungsstörungen, sterile Osteomyelitis ( Knochenentzündung ) oder auch Lockerung der Prothese sein.

Die Allergielösung

Damit keine Metallanteile mit dem Körper in Kontakt kommen wird die Oberfläche in einem Spezialverfahren beschichtet. Es wird eine Art keramische Oberfläche auf die Prothese aufgedampft. Der Kontakt von Blut und Metall wird damit ausgeschlossen.

Sollte also eine solche allergische Reaktion zu befürchten sein, halten wir eine solche Spezialprothese für Sie bereit.

Bitte sprechen Sie uns in der Vorbereitung zur Operation darauf an, wir beraten Sie ausführlich.