2010
22.06

Marathon – die pure Freude am Laufen…

Marathon – die pure Freude am Laufen…

Die Laufsaison ist in vollem Gang. Immer mehr Hobbyläufer  nehmen sich  vor, einmal einen richtig großen Lauf mitzumachen. Auf Fragen, wie  man sich auf einen Marathon vorbereitet und was man beachten sollte, hat  uns  Dr. Rädel geantwortet.

UZ:  Wie war Dein Start in die Laufsaison?

Dieses Jahr war im Mai mein erster  Marathon. Die Vorbereitung begann  für mich schon im Januar, da lag noch Schnee. Ein ganz neues Erlebnis in unseren Breiten.

UZ: Du läufst regelmäßig?

Ja, das ist auch notwendig. Ich laufe jeden Frühling und im Herbst einen Marathon auf meinen   Speed – Inlineskates. Der Körper muss sich an diese Belastung anpassen können. Außerdem macht es großen Spaß.

UZ: Wie sieht die Vorbereitung aus?

Ich laufe 2 – 3x pro Woche ca. 1 Stunde. Die Arbeit in der Praxis lässt nicht mehr zu, aber da bin ich ja auch ständig auf den Beinen. Das rechne ich mit dazu. Zusätzlich fahre ich gern Rad, mache Kniebeuge und benutze nie den Fahrstuhl!

UZ: Und das ist nicht zu stressig?

Ganz im Gegenteil. Es macht den Kopf frei und ich fühle mich nach dem Laufen immer besser als davor. Manchmal meldet sich zwar der sog. innere Schweinehund. Der muss dann zur Strafe gleich mitlaufen…

UZ: Kann das Laufen auch schaden?

Von der Sache  kann jeder laufen. Es ist aber zu empfehlen, sich von seinem Arzt beraten zu lassen, besonders wenn gesundheitliche Probleme schon bekannt sind. Er wird dann entscheiden, ob Untersuchungen erforderlich sind und ob Einschränkungen bestehen. Als Orthopäde und Sportmediziner kümmere ich mich um die Gelenke, Sehnen  und Muskeln. Aber auch auf die Ernährung ist zu achten.

UZ: Wie wichtig ist die Ernährung für das Laufen?

Ein Ausdauersportler braucht neben den Kohlehydraten auch Vitamine und Mineralstoffe. Nicht zu vergessen sind aber die Fette, besonders die ungesättigten Fettsäuren. Ich bevorzuge natürliche Produkte. Reis und Kartoffeln als  Kohlenhydratquelle, Obst und Gemüse roh oder gedünstet für Vitamine und Mineralien. Leinöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren und Eiweiß kommt aus Fleisch und Fisch.

UZ: Braucht man beim Marathonlauf unbedingt Energie – Riegel?

Der Körper kommt etwa 90 Minuten sicher ohne zu essen aus. Danach sollte man Energie zuführen. Ich nehme nur einen kleinen Sportriegel ohne Ballaststoffe, das  reicht. Trinken ist wichtiger.

UZ:  Zu den möglichen Problemen. Welche meinst Du?

Oft ist es die unangemessene Belastung für Muskeln und Gelenke. Die Sportler steigern meist zu schnell und setzen sich zu ehrgeizige Ziele in zu kurzer Zeit. Das klappt nicht! Muskel – und Gelenkschmerzen sind als Signale des Körpers zu verstehen. Man muss sie beachten.

UZ: Wozu rätst Du?

Den Trainingsplan zu besprechen und neu zu schreiben. Man sollte prinzipiell einen haben.

UZ: Du läufst Inlineskates. Ist das nicht riskant?

Nein. Man muss die Technik gründlich erlernen und ich trage stets komplette Protektoren und einen Helm.  Sicher man ist damit sehr schnell unterwegs, aber das gibt einen extra Kick zum Glücksgefühl bei einem Marathon noch dazu.

UZ: Laufen macht also glücklich?

Bei mir ist das so und das sollte auch das Ziel bei jeder sportlichen Betätigung sein. Dieses Wohlgefühl kennen die Läufer. Es ist eine Mischung aus Freude über das Vollbrachte, sich überwunden zu haben, den Körper zu spüren und in einer Gemeinschaft zu sein.

UZ:  Vielen Dank und eine gute Saison.

Falls Sie einen Termin vereinbaren möchten, rufen Sie uns an unter 0201 303071 oder senden eine Mail an: praxis@orthopaedie-unfallchirurgie-essen.de

2010
31.05

04.06.2010

Liebe Patienten,

Am Freitag, den 04.06.2010 bleibt unsere Praxis geschlossen.

Bitte beachten Sie die telefonischen Ansagen für die Vertretungsregelung. Für Arbeitsunfälle steht Ihnen die Ambulanz des St. – Vincenz – Krankenhauses in Essen Stoppenberg zur Verfügung.

2010
4.04

Schulter – Endoprothese

 

Arthrose  im Schultergelenk

Schulterprothese

Funktion

Das Schultergelenk wird in seinem  knöchernen  Anteil vom  Schulterblatt, dem Schlüsselbein und dem Oberarmkopf gebildet. Eine Besonderheit des Gelenkes liegt darin, dass es durch viele Bänder und Muskeln stabilisiert wird. Dadurch wird ein  sehr großes Bewegungsausmaß der Arme ermöglicht.

Behandlung

Knorpelverlust und Verformungen des Knochens führen zum  Verschleiß des Schultergelenkes. Die Erkrankung ist im fortgeschrittenen Stadium sehr schmerzhaft und die Beweglichkeit der Schulter verringert sich deutlich. Durch das Einsetzen eines Kunstgelenkes = Endoprothese können die Beschwerden beseitigt werden. Es stehen verschiedene Arten von Kunstgelenken zur Verfügung.

Operation

Während der Operation werden die durch Verschleiß geschädigten Gelenkanteile entfernt und durch Kunstgelenke ersetzt. Diese bestehen aus Metall – Legierungen, Keramik und Kunststoffen.

Teilprothese, sog. Kappe

Die Kunstgelenke können mit Knochenzement aber auch zementfrei eingesetzt werden. Die Entscheidung ist abhängig von der Knochenfestigkeit.
Auch komplizierte Oberarmkopfbrüche lassen sich mit einem Kunstgelenk behandeln.
Es steht auch eine Spezialprothese zur Verfügung, die bei ausgeprägten Schäden des        Sehnenmantels ( Fachbegriff: Rotatorenmanschette) eingesetzt wird. Damit lässt sich die Beweglichkeit des Armes wieder verbessern.

Nachbehandlung

Unmittelbar nach der Operation wird ein Spezialverband angelegt, der dennoch eine gute Körperpflege erlaubt. Der Krankenhaus – aufenthalt dauert ca.10 – 14 Tage. Die Nachbehandlung umfasst Krankengymnastik und Muskeltraining nach einem festgelegten Übungsprotokoll. Insgesamt dauert die Nachsorge ca. 3 – 6 Monate. Auch eine stationäre Nachbehandlung (Reha) kann eingeleitet werden.   Die Aufnahme der beruflichen Tätigkeit ist abhängig von den körperlichen Anforderungen. Ebenso werden Sie für Ihre sportlichen Aktivitäten durch uns beraten.

2010
25.02

Sportmedizin

Wir helfen Ihnen, Ihre körperliche Belastbarkeit zu erhalten bzw. rasch und möglichst uneingeschränkt wiederherzustellen.

Wir behandeln alle orthopädischen Erkrankungen und Verletzungen, die mit Ihrer sportlichen Aktivität im Zusammenhang  stehen.

Die Praxis ist spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie von Sportverletzungen.

Unser Ziel ist es, Sie  individuell zu unterstützen, damit Sie nach einer Verletzung möglichst rasch wieder das Training aufnehmen können. Aber auch in Fragen der Trainingsplanung, Prüfung der Belastbarkeit und der Wahl der geeigneten Sportart stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite.

Neben dem Breitensport sind wir auch im Leistungssport engagiert.

Dr. Rädel betreut als Mannschaftsarzt den SV Lippstadt 08 in der Westfalenliga.

Die moderne Behandlung von Sportverletzungen nutzt spezielle Therapieverfahren.  Die funktionelle Behandlung ohne lange Ruhigstellung der Gliedmaßen hat einen hohen Stellenwert.  Operative Behandlungen werden bei uns wenn möglich minimalinvasiv mit sicheren und standardisierten, meistens  arthroskopischen Verfahren durchgeführt.

Die krankengymnastische Behandlung und der Einsatz funktioneller Hilfsmittel (Bandagen, Schienen, etc.) ermöglichen nach einer Verletzung oder einer Operation die Verkürzung der Rehabilitationszeit. Das Nachbehandlungskonzept wird mit den Therapeuten individuell abgestimmt. Wissenschaftlich begründete Behandlungspläne wurden für die Rehabilitation erarbeitet.

Häufige Sportverletzungen sind:

am Kniegelenk

Kreuzbandriss

Meniskusverletzungen

Knorpelverletzungen

Seitenbandriss

am Schultergelenk

Schulterluxation

Kapsel – und Labrumriss

Rotatorenmanschettenriss

Bizepssehnenriss

Am Fuß

Achillessehnenriss

Seitenbandriss

Knorpelabrisse

2010
16.01

IGEL – Leistungen

Wir möchten Sie hier über individuelle Gesundheitsleistungen ( IGEL – Leistungen ) informieren, die wir Ihnen anbieten.

Es handelt sich dabei um Verfahren in  Diagnostik  und  Therapie, deren Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen werden, also von Ihnen selbst gezahlt werden müssen.

Knochendichtemessung  Neu in unserer Praxis!

Durch die Knochendichtemessung kann Ihr persönliches Risiko einer Osteoporose eingeschätzt werden. Wir führen die Messung nach der DXA – Methode durch.   Eine individuelle Beratung erfolgt anhand der Ergebnisse.

Akupunktur

Es handelt sich um eine  naturheilkundliche und nebenwirkungsarme Methode, die bei verschiedenen Beschwerden  eingesetzt werden kann. Die Behandlung der Arthrosebeschwerden im Kniegelenk und der Lendenwirbelsäule wird von der Krankenkasse getragen.

Magnetfeldtherapie

Dabei wird die heilende Tiefenwirkung der Magnetfelder genutzt, die Knochen und Knorpel sowie Muskeln und Sehnen ohne chemische Nebenwirkungen erreichen.  Besonders bei Gelenk-, Rücken- und Knochenproblemen kann mit dieser Methode behandelt werden.

Stoßwellenbehandlung

Stoßwellen sind Schallwellen mit hoher Energie, die in der Schmerzzone die Heilung beschleunigen. Wir setzen diese Methode  z.B. bei Tennisellenbogen, Kalkschulter, Fersensporn und verschiedenen Sehnenansatzproblemen ein.

Knorpelbehandlung

Es handelt sich um eine Spritzenbehandlung mit einer speziellen Hyaluronsäure, die direkt in das Gelenk gegeben werden muss. In der Regel werden 5 Behandlungen durchgeführt. Das gestörte Gleichgewicht zwischen Abbau und Neubildung  der „Gelenkschmiere“ wird verbessert und Schmerzen beseitigt.  Besonders bei Arthrose im Knie-, Hüft-, Schulter- und Sprunggelenk ist die Methode  erfolgversprechend. 

Lasertherapie

Eine sehr schonende und effektive Methode zur Behandlung von Verletzungen der Muskulatur und des Bandapparates.

Naturheilverfahren in der Orthopädie

Über dieses Spezialangebot unserer Praxis informieren wir Sie auf einer gesonderten Seite.

2009
13.10

Allergie und Endoprothese

Allergie und Endoprothese

Allergien sind in unserer Zeit sehr häufig geworden. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich und werden derzeit noch wissenschaftlich untersucht.
Neben den allergischen Reaktionenauf Gräser, Pollen, Tierhaare und Inhalten von Lebensmitteln spielen in der Medizin Allergien auf Medikamente und Materialien, die in den Körper eingesetzt werden, eine zunehmende Rolle.
Für den Gelenkersatz durch Kunstgelenke ( Endoprothesen ) sind hier der Knochenzement und das Metall der Prothesen relevant.

Woraus bestehen Endoprothesen?

Prothesen sind einer starken mechanischen Beanspruchung ausgesetzt. Deshalb müssen die Materialien in ihrer Zusammensetzung den Belastungen angepasst sein.
Gemische aus verschiedenen Metallen, sog. Legierungen, schaffen diese Spezialeigenschaften.
Häufig bestehen die Prothesen deshalb aus einer Verbindung von Chrom, Kobald und Nickel.
Die einzelnen Metalle sind in einem festen Verbund und die Frage, wie Kleinstbestandteile ( Ionen ) herausgelöst werden und im Blut allergische Reaktionen verursachen,
ist noch nicht geklärt.
Laut Literatur leiden ca. 10 – 15% an einer Metallallergie. Es ist aber nicht sicher belegt, ob beim Hauttest nachgewiesene Allergien tatsächlich Reaktionen auf die Prothese nach sich ziehen.
Zeichen allergischer Reaktionen auf Implantate können Schwellungen, Ergüsse, Ekzeme, Wundheilungsstörungen, sterile Osteomyelitis ( Knochenentzündung ) oder auch Lockerung der Prothese sein.
Die Allergielösung

Damit keine Metallanteile mit dem Körper in Kontakt kommen wird die Oberfläche in einem Spezialverfahren beschichtet. Es wird eine Art keramische Oberfläche auf die Prothese aufgedampft. Der Kontakt von Blut und Metall wird damit ausgeschlossen.

Sollte also eine solche allergische Reaktion zu befürchten sein, halten wir eine solche Spezialprothese für Sie bereit.

Bitte sprechen Sie uns in der Vorbereitung zur Operation darauf an, wir beraten Sie ausführlich.

2009
9.10

Arbeitsunfall

Arbeits – , Wege – und Schulunfälle

Die Praxis hat die Zulassung der Berufsgenossenschaften, alle Arbeits – und Schulunfälle  zu behandeln.

Die Behandlung eines frischen Unfalles erfolgt sofort ohne Terminvereinbarung.

Wir übernehmen auch  die Weiterbetreuung nach auswärtiger Behandlung oder einer Notfallversorgung in einem Krankenhaus.

Für Fragen zur Anerkennung der Berufskrankheiten und deren Behandlung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Wir erstellen Gutachten für

gesetzliche Unfallversicherungen ( BG )

private Unfallversicherungen

Sozialgericht

Freie Gutachten.

2009
25.08

Das künstliche Kniegelenk

Die Arthrose des Kniegelenkes ( med. Gonarthrose ) ist eine Verschleißerkrankung, die zu Schmerzen bei Bewegung aber auch in Ruhe führen kann. Oft kommt es zu Einschränkungen der Beweglichkeit im Knie und Ausstrahlen der Schmerzen bis zum Oberschenkel und Hüftgelenk. Beinverkürzungen sind selten. Sie entstehen eher dadurch, wenn das Kniegelenk durch die Arthrose verformt wird und nicht mehr vollständig gestreckt werden kann oder eine starke O -  oder X -  Stellung aufweist.

Die Ausprägung der Arthrose reicht dabei vom begrenzten Knorpelschaden bis hin zum völligen Verlust der Knorpeloberfläche mit Verformung des Knochens. Es kann zu einer  Verdichtung der Knochenstruktur ( med. Sklerose ), Randwulstbildungen aber auch zum Verlust der Knochensubstanz kommen. Oft werden diese Veränderungen auch in Kombination an einem Gelenk beobachtet.

In  Deutschland werden pro Jahr ca. 100.000 künstliche Kniegelenke eingesetzt. In den letzten Jahrzehnten wurden die Operationstechnik und die Implantate ständig verbessert. Trotz der verschiedensten technischen Möglichkeiten ist  der Eingriff gut standardisiert und gehört heute mit zu den häufigsten Operationen in der orthopädischen Chirurgie. Ziel ist es, dass Sie nach dieser Operation wieder eine bessere Lebensqualität haben und Ihr künstliches Kniegelenk möglichst viele Jahre, im Idealfall auf Dauer, einwandfrei funktionieren wird.

Die Knieprothesen – Operation

Es existieren viele verschiedene Modelle künstlicher Kniegelenke.  Wir verwenden für Ihre Sicherheit nur  Modelle, die durch renommierte Firmen entwickelt, intensiv geprüft und zertifiziert wurden. Der für Sie ausgewählte Prothesentyp hängt vom Untersuchungsbefund, dem Röntgenbefund, vom Alter, dem Körpergewicht und weiteren Faktoren ab. Das Prinzip des künstlichen Kniegelenkersatzes ist grundlegend gleich, es erfolgt der Ersatz der Gelenkoberfläche am Schienbein und Oberschenkel, manchmal auch der Kniescheibe mit der entsprechenden Verankerung am Knochen. Es gibt im Wesentlichen drei Möglichkeiten, dem Kunstgelenk im Knochen festen Halt zu geben:

  1. Die zementierte Knieprothese
  2. Die Prothesenteile werden mit einem speziellen antibiotikahaltigen Knochenzement im Knochen verankert. Nach Aushärten des Zementes ( ca. 15 min ) ist die Prothese fest verankert und somit auch voll belastbar.

  3. Die zementfreie Knieendoprothese
  4. Die zementfreie Prothese wird in einer Press – Technik in den Knochen eingepaßt und muss im Knochen einheilen.  Dazu ist die Prothesenoberfläche besonders bearbeitet, so dass Knochen direkt hineinwachsen kann. Die Prothesenteile werden entweder verpresst ( sog. Press – fit Technik ) oder  zusätzlich mit z.B. Schrauben fixiert. Der Einheilungsprozess dauert einige Wochen. Deshalb wird in der Nachbehandlung zumeist mit einer schonenden Belastung, auch Teilbelastung, begonnen, die ca. 4 Wochen andauert.

  5. Die Hybridprothese
  6. Hier werden beide Methoden kombiniert. Der Oberschenkelteil wird ohne Zement eingepresst, der Unterschenkelteil wird zementiert. Alle Prothesen haben einen Kunststoffeinsatz, sog. Inlay, als Puffer und Gleitfläche zwischen den beiden Metallanteilen.

Die verschiedenen Prothesentypen

Die Anzahl der verschiedenen Prothesenmodelle und Hersteller ist sehr groß. Wir benutzen ausschließlich langjährig erprobte und durch Studien untersuchte Modelle renommierter Hersteller. Ob bei Ihnen ein kompletter Oberflächenersatz oder nur eine Teilprothese zum Einsatz kommt, muss in einem persönlichen Gespräch erklärt werden. Bei Allergie auf bestimmte Metalle sprechen Sie mit uns. Auch hierfür halten wir Spezialmodelle bereit. Zur optimalen Ausrichtung der neuen Prothese nutzen wir die Navigation. Damit wird auch die Haltbarkeit der Prothese erhöht. Eine umfassende Beratung führen wir mit Ihnen gern durch.

2009
24.08

Akupunktur

Wirksame Therapie zur Schmerzlinderung, Umstimmung des Immunsystems und Behandlung funktioneller sowie psychischer Erkrankungen

Die Jahrtausende alte chinesische Lehre von der Akupunktur geht davon aus, dass Energie in bestimmten Bahnen (Meridianen) durch den Körper fließt. Diese Energie trifft an über 700 Punkten an die Hautoberfläche. Wird nun der Energiefluss gestört, zum Beispiel durch Umwelteinflüsse wie Kälte, Wärme, Zugluft oder falsche Ernährung, seelische Belastungen und Überanstrengung können verschiedene Krankheiten und Schmerzzustände entstehen.

Der Begriff Akupunktur setzt sich zusammen aus acus = Nadel und pungere = stechen. Akupunktur ist somit die Therapie mit Nadeln.

Die Lebensenergie fließt durch 12 Hauptmeridiane

Es gibt 12 Hauptmeridiane, die nach der chinesischen Medizin bestimmten Organen oder Funktionen zugeordnet sind. Durch diese Meridiane fließt ununterbrochen ein gewisses Maß an Lebensenergie. Stellt sich der Mensch mit erhobenen Armen auf, verlaufen sechs Meridiane von oben nach unten, vom Himmel zur Erde: das sind die Yang-Meridiane. Sie verkörpern das männliche Prinzip. Sechs Meridiane verlaufen umgekehrt, von unten nach oben von der Erde zum Himmel: das sind die Yin-Meridiane. Sie verkörpern das weibliche Prinzip. Dazu kommen noch zwei Sondermeridiane, die an der Mittellinie der vorderen und hinteren Körperlinie verlaufen. Für die chinesische Medizin sind Yin und Yang die Urprinzipien des Lebens. Und gesundes Leben kann es nur geben, wenn sich beide Kräfte im harmonischen Gleichgewicht befinden. Mit Hilfe der Akupunktur kann die Balance im Energiefluss von Yin und Yang wiederhergestellt werden.

Schmerzlinderung durch Harmonisierung des Energieflusses

Wird der Energiefluss über die entsprechenden Hautpunkte wieder harmonisiert, kommt es rasch zu einer Linderung verschiedenster Schmerzzustände. Bei der Behandlung werden die entsprechenden Akupunkturpunkte, die entlang der Meridiane liegen, durch einen sanften Reiz mit Akupunktur-Nadeln aktiviert. Die Akupunkturpunkte stehen mit einzelnen Organen und Organbereichen in Beziehung. Durch den Reiz werden den Akupunkturpunkten zugeordneten Organe zur Selbstheilung angeregt. Bei der Akupunktur wird also nicht das erkrankte Organ direkt behandelt, sondern der Meridian oder Akupunkturpunkt, dem das Organ zugeordnet ist.

Besserung verschiedener funktioneller Erkrankungen

Funktionelle Erkrankungen sind Erkrankungen, die nicht durch dauerhaften Organschaden verursacht wurden; sie lassen sich mit Hilfe der Akupunktur behandeln, bessern und heilen. Erkrankungen innerer Organe können mit Veränderungen und Schmerzen auf der Körperoberfläche einhergehen. So können beispielsweise Schmerzen im Bereich des rechten Schulterblatts ein Hinweis für eine Erkrankung der Gallenblase sein. So wie es einen krankhaften Weg von den inneren Organen zur Körperoberfläche gibt, so gibt es einen therapeutischen Weg von der Körperoberfläche zu den inneren Organen. Das heißt, mit der Akupunktur werden Reize gesetzt, die zu den inneren Organen gelangen und deren Funktionsfähigkeit bessern oder wiederherstellen können.

Vor Beginn der Therapie muss eine entsprechende Diagnose gestellt werden. Erst dann können Funktionsstörungen von Organen akupunkturgemäß behandelt werden.

Die Wirkung der Akupunktur

Für die Wirkung der Akupunktur sind verschiedene Mechanismen verantwortlich. Die Bildung von körpereigenen morphinartigen Substanzen (Endorphinen) und Nerven-Überträger Substanzen (Neurotransmittern). Diese Substanzen wirken schmerzlindernd und psychisch entspannend.

Aktivierung von Mechanismen zur Schmerzkontrolle

Reize an bestimmten Stellen sollen die Schmerzempfindlichkeit im Stammhirn verschließen. Dadurch können später auftretende Schmerzimpulse der Krankheit nicht mehr ankommen (Gate Control Theory). Reflexwirkung der Akupunktur. Durch Reizung von Akupunkturpunkten auf der Haut werden die diesen Punkten zugeordneten Organe beeinflusst.

Die Akupunktur ist nicht nur ein rasch wirksames Mittel zur Schmerzlinderung, sie wirkt zudem psychovegetativ entspannend, stimmt das Immunsystem um und ist motorisch aktivierend, zum Beispiel bei Lähmungen. Auch werden mit Hilfe der Akupunktur die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert. Allerdings: Die Akupunktur kann nur heilen, was gestört ist, nicht aber was zerstört ist. Neben der klassischen Körperakupunktur gibt es noch Sonderformen wie: Ohrakupunktur, Mundakupunktur, Schädelakupunktur. Unerwünschte Nebenwirkungen gibt es bei richtiger Durchführung der Akupunktur nicht.

Die wichtigsten Heilanzeigen

  • Kopfschmerzen unterschiedlicher Ursache
  • gynäkologische und urologische Beschwerden
  • Zahnschmerzen
  • Neuralgien
  • Trigeminusneuralgie
  • Allergien
  • Ischialgie
  • akute Bronchitis
  • Lähmungen nach Schlaganfall
  • Asthma Bronchiale
  • Schmerzen am Bewegungsapparat
  • Erkältungskrankheiten
  • rheumatische Krankheitsbilder
  • akute und chronische Magen- Darm-Erkrankungen
  • orthopädische Krankheitsbilder
  • psychovegetative Störungen

Die wichtigsten Kontraindikationen

  • alle Erkrankungen mit unklarer Diagnose
  • infektiöse, fieberhafte Erkrankungen
  • schwere psychiatrische Erkrankungen
  • Krebsleiden (außer zur Schmerztherapie)

Was erwartet Sie bei der Akupunktur?

Der Arzt wird die Therapie beginnen indem er Sie ruhig und entspannt lagert, d.h. meist liegen läßt. Beim Einstich entsteht eine minimale unangenehme Empfindung, die beim Tieferführen der Nadel in der Regel verschwindet. Erst wenn die Nadel an ihrem endgültigen Platz ist, soll ein unterschiedlich starkes, dumpfes Gefühl entstehen, welches mit der Nadelwirkung gekoppelt ist und “de qi” genannt wird. Nach einigen Minuten läßt dieses Gefühl nach, so daß der Patient ohne größere Sensationen während einer Behandlungsdauer von ca 20 Minuten liegt. Es werden immer so wenig Nadeln wie möglich gestochen, während einer Sitzung maximal 10-12 .

Welche Nebenwirkungen hat die Akupunktur?

Bei richtiger Anwendung und Beobachtung der anatomischen Gegebenheiten ist die Akupunktur praktisch nebenwirkungsfrei. In seltenen Fällen kann es zu einer vorübergehenden vegetativen Kreislaufreaktion kommen, die durch Entfernen der Nadel behebbar ist. Während der Schwangerschaft dürfen einige Punkte die eventuell wehenauslösend sind nicht genadelt werden. Durchaus sind aber Schwangerschaftserbrechen und andere schwangeschaftsbedingte Störungen der Akupunktur sehr gut zugänglich.

Kostenerstattung

Die Kosten der Akupunktur werden nach besonderem Antrag unter Schilderung der exakten Diagnose sowie der bisherigen Therapie und deren Erfolg von der GKK (Gesetzliche Krankenkasse) eventuell teilweise, manchmal sogar ganz übernommen. Einige PKV (Privat-Krankenversicherung) führen in ihrem Leistungsangebot auch Akupunktur auf und übernehmen die Kosten vollständig. Andere PKV lehnen dies ab. Es ist in jedem Fall empfehlenswert, dass sich der Patient wegen der Kostenübernahme vorher mit seiner Kasse in Verbindung setzt.

2009
24.08

Kreuzbandersatzplastik

Funktion

Das vordere Kreuzband ist eine wichtige Bandstruktur zur Stabilisierung des Kniegelenkes besonders in sehr bewegungsintensiven Phasen. Zum Riß des Kreuzbandes kommt es deshalb  häufig beim Fußball und alpinen Wintersportarten.

Behandlung

Möchte der Betroffene zukünftig keine kniebelastenden Sportarten ausführen oder hat auch im Berufsalltag keine unebenen Wege, Gerüste oder Leitern zu begehen, kann auch eine Behandlung ohne Bandersatz erfolgen. Dabei ist aber immer zu erklären, dass eine zurückbleibende Instabilität des Gelenkes zu einem schnelleren Verschleiß des Gelenkknorpels führt und auch viel häufiger Meniskusschäden auftreten, die zu einer Kniegelenksarthrose führen.  Diese Veränderungen sind dann meist nicht mehr rückgängig zu machen. Deshalb ist in den meisten Fällen eine Kreuzbandersatzplastik zu empfehlen.

Operation Variante 1

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Ersatzband in der Funktion des vorderen Kreuzbandes zu schaffen. Eine Möglichkeit besteht in der Verwendung eines Teiles der eigenen kräftigen Kniescheibensehne vom gleichen Kniegelenk, die sogenannte Patellarsehnenplastik.

Operation Variante 2

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Sehnen aus dem Oberschenkel, die sogenannte Semitendinosus – Sehnenplastik. Der Körper kann diese Sehnenfunktion ersetzen, so dass für die Funktion des Beines kein Nachteil entsteht. Die Operation wird im Rahmen eines stationären Aufenthaltes in Vollnarkose oder Rückenmarksnarkose durchgeführt. Das Band wird in einer arthroskopischen Technik, also mit nur sehr kleiner Schnittführung, genau in die Position des verletzten Bandes gebracht. Die Befestigung im Knochen erfolgt mit 2 Spezial -Schrauben , die der Körper selbst auflöst und die deshalb nicht mehr entfernt werden müssen.

Nachbehandlung

Unmittelbar nach der Operation wird eine Spezialschiene angelegt, die in der weiteren Behandlung ein festgelegtes Bewegungsausmaß erlaubt. Der Krankenhausaufenthalt dauert einige Tage. Die Nachbehandlung umfasst Krankengymnastik, Muskeltraining und Gehschulung nach einem festgelegten Übungsprotokoll. Insgesamt dauert die Nachsorge ca. 8 Wochen. Die Rückkehr zu intensiver sportlicher Betätigung und Leistungssport dauert 6 -8 Monate. Die Aufnahme der beruflichen Tätigkeit ist abhängig von den körperlichen Anforderungen.